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Opernführer
CIMAROSA
Domenico Cimarosa (1749-1801, Italiener) schrieb u.a. etwa 80 Opern, lebte meist, von kurzen UnterbrechunÂgen abgesehen (Petersburg, Wien) in Italien. Wegen Teilnahme an einem Aufstand 1798 in Neapel zum Tode verurteilt, jedoch begnadigt.
Von den zahlreichen Bühnenwerken Cimarosa ‘s ist heute nur noch Die heimliche Ehe (Wien 1792) als lebensfähig bekannt. Dieser Zweiakter lebt von der flüssigen Melodik und einprägsamen Kurzmotivik dieses Rokoko-Komponisten, zehrt textlich jedoch allzu sehr von der Verwechslungs und Täuschungstechnik der damaligen italienischen Bühne. Im Grunde ist der Inhalt einfach und harmlos; doch man fand in jener Zeit Freude daran, die Einfachheit mit einem Netz witziger Verwicklungen zu überziehen. - Ein Graf wirbt um die Tochter eines Kaufmanns. Als diese ihn abweist, versucht er es bei ihrer Schwester. Diese aber hat sich heimlich mit dem Buchhalter ihres Vaters vermählt. Den Buchhalter aber liebt die Schwester des Kaufmanns. Um sich vor den Werbungen des Grafen und der Kaufmannsschwester zu retten, beschließt das heimliche Ehepaar, zu fliehen. Inzwischen aber hat sich die erste Tochter nun doch in den anfänglich abgewiesenen Grafen verliebt. Sie wird eifersüchtig auf die vom Grafen umworbene Schwester und beschuldigt sie eines Verhältnisses mit dem Grafen. Wütend läßt der Kaufmann die Tür zur Kammer der Beschuldigten sprengen und findet sie mit dem Buchhalter. Die heimliche Ehe ist entdeckt. Der Graf heiratet die zuerst umworbene Tochter, und alles löst sich in Freuden. Cimarosa bevorzugt in seinen Kompositionen kleine musikalische Motive, die Heiterkeit und Schwärmerei auszudrücken vermögen. Die zahlreichen und immer wieder auftauchenden Motive charakterisieren eindrucksvoll die jeweiligen Personen im Handlungsverlauf.

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