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Konzertführer
GLASUNOW 1865-1936
6. Sinfonie c-Moll 7. Sinfonie F-Dur Violinkonzert a-Moll
Alexander Glasunow (1865-1936, Russe) schrieb schon mit sechzehn Jahren eine Sinfonie (aufgeführt von Liszt in Weimar). Seit 1899 Professor am Petersburger Konservatorium, dann bis 1930 dessen Leiter. Lebte in den letzten Jahren in Deutschland und Frankreich.Dieser russische Tondichter ist beeinflußt von Liszt, Balakirew, Rimski-Korsakow, von der deutschen Romantik und der russischen Volksmusik.
Er schrieb acht Sinfonien. Die sechste (c-Moll) ist besonders kunstvoll gearbeitet: das Thema des einleitenden Adagio wird durch einfache Verkürzung zum Hauptthema des Allegro, im Andante finden sich musikalisch wertvolle und tiefempfundene Variationen, der dritte Satz bringt ein paar hübsche Tanzeinfälle in feiner Instrumentierung, im vierten Satz geben sich lustiger Frohsinn und erstaunliche kontrapunktische Künste ein reizvolles Stelldichein. - »Russisch« wirkt eigentlich nur die siebente Sinfonie (F-Dur). Die vier Sätze sind anschauliche Tongemälde. Zunächst (Allegro) ein Kranz von Volksweisen, lose gereiht, aber stimmungsreich instrumentiert. Dann (Andante) die russische Schwermut, die Einsamkeit des einzelnen in der weiten Natur. Weiter eine kleine Sammlung russischer Tänzchen (Giocoso), bald ausgelassen, bald andächtig. Endlich (Maestoso) das Hohelied auf das Vaterland: breit, mächtig, klangvoll.
Sehr schön das Violinkonzert a-Moll. Der Form nach einsätzig (deutsch-romantisch), innerlich aber deutlich unterteilt: das ausdrucksvolle Hauptthema mit seinen chromatischen Endungen wird nach weichem Beginn im »Moderato« allmählich entwickelt und in dem eingeschobenen »Andante« nach Dur gewandelt. Das »Allegro« bezaubert durch den tänzerischen Schwung, die bunte Wildheit und (natürlich) auch Balalaikawirkungen. Im ganzen: sinfonisch gestaltet, dennoch konzertierend, sorgsam getönt.
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