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Instrumentenkunde & Fachwörterverzeichniss

 

 

A - F
G - L
M - R
S - Z

____________________________

A  B  C  D  E  F

 

A

 

Absolute Musik Musik, die nur durch ihre eigenen Formgesetze (also nicht durch dichterische usw.) bestimmt ist

a cappella  Chorgesang ohne Begleitung von Instrumenten

Achtel  achter Teil einer ganzen Note

adagio  langsam, ruhig

Affettuoso gemütvoll, mit viel Ausdruck

Agitato  aufgeregt

Akkord Zusammenklang mehrerer Töne verschiedener Höhe (Konsonanz = in sich ruhender Klang, Dissonanz auflösungsbedürftiger Klang, -* auch »Dur« und »Moll«)

Akteur  Opernsänger, Schauspieler

Aktrice  Opernsängerin, Schauspielerin

Akustik Lehre von Schall und Klangerzeugung (»Musik physikalisch untersucht«)

Aleatorik (alea = Würfel) Musik des Zufalls. Die Komposition ist nur in groben Zügen festgelegt und läßt den Ausführenden Spielraum zur eigenen Improvisation in vorgegebenen Grenzen

Alla-breve-Takt  2/2-Takt. Die erste Halbe ist betont

allegretto  lebhaft, etwas langsamer als allegro

allegro  heiter, rasch

Allemande  alte deutsche Tanzform

Alt tiefe Frauenstimme (oder Knabenstimme), z.B. Amneris (»Aida«), Azucena (»Troubadour«)

Altklarinette (»Bassethorn«), Holzblasinstrument der Klarinettenfamilie. Sie steht eine Quinte tiefer als die üblichen Klarinetten, wird auch in verschiedenen Stimmungen gebaut. Streng genommen sind Altklarinette und Bassetthorn nicht ganz das gleiche; aber die Bezeichnung hat sich einmal eingebürgert. Der Klang ist dunkler als der der Klarinette

Altklassik  Zeit von Bach und Händel

amoroso  liebevoll

andante  schreitend, gehend

andantino kleines andante, etwas lebhafter als andante

Anglaise englischer Kettentanz mit lebhaftem Charakter. Allgemein auch Bezeichnung für alte Tanzformen englischer Herkunft

Animato  beseelt, belebt

Appassionato  leidenschaftlich

Arie  kunstvolles Gesangsstück  (dreiteilige Form, Grundform A-B-A) vorwiegend lyrisch empfindungsstark, melodisch betont

Ariette  kleine Arie

Arioso  ausdrucksvoller Vortrag melodischer Linien

Arrangement Einrichtung (Besetzung) von Musikstücken

Atonalität  Nichtachtung der Tonalität

Auflösungszeichen verwandelt erhöhte ( # ) oder erniedrigte (\>) Töne in ihre Grundform zurück

Auftakt vor dem Taktstrich stehende, meist unbetonte Noten, die innerlich zum folgenden Takt gehören

Aufzug Teil eines Bühnenwerkes (Akt). Auch Eröffnungsmusik einer festlichen Veranstaltung (ursprünglich verbunden mit dem Erscheinen hochgestellter Persönlichkeiten)

Autodidakt jemand, der durch Selbstunterricht lernt

 

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B
 

Background Klanghintergrund (z.B. durch gesummten Backgroundchor); die Rhythmus- und Harmoniegruppen, von denen sich die Instrumentaloder Gesangssolisten abheben

Badinehe »Tändelei«, scherzartiger Satz in Suiten des 18. Jahrhunderts

Balalaika russisches Saiteninstrument mit dreieckigem Holzkörper und langem Hals mit Griffbünden

Ballade Sagen (oder Geschichten) erzählendes Lied (ursprünglich Tanzlied)

Bailad opera (engl. Liedoper) volkstümlicher, im England des 18. Jahrhunderts verbreiteter Singspieltyp mit gesprochenen Dialogen und volkstümlichen Liedern oder Opernmelodien

Ballerina Tänzerin (Primaballerina = erste Solotänzerin)

Ballett selbständige szenische Tanzdarbietung. Tanzensemble, meist Opernhäusern angegliedert (aber auch selbständig, z.B. Fernsehballett). Auch Bezeichnung für eine Komposition, die für ein Tanzensemble geschrieben wurde

Ballettoper eine erst im 20. Jahrhundert entstandene Sonderform der Oper, in der das Ballett den szenischen und dramatischen Handlungsablauf wesentlich beeinflußt

Band Bezeichnung für eine Instrumentalisten-Gruppe im Jazz. Man unterscheidet in kleine Band (ca. 3-8 Spieler) und Bigband (12-40 Spieler)

Bandleader  der Leiter einer Band

Banjo gitarreartiges Zupfinstrument. In seiner heutigen Form in Nordamerika entwickelt. Angezupfte Saiten übertragen die Schwingungen auf ein Trommelfell. Verwendung hauptsächlich im Jazz (Rhythmusgruppe) Saitenstimmung:

Barcarole  Gondellied (Barkenlied)

Bariton Männerstimme zwischen Tenor und Baß; z.B. Hans Sachs, Wotan (dramatisch), Wolfram in »Tannhäuser« (lyrisch). Ferner: älteres Streichinstrument (zwischen Bratsche und Cello) und ein dem Tenorhorn ähnliches Blechblasinstrument

Barock Kunstrichtung des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, gekennzeichnet durch kraftvolle Darstellung überschäumenden Lebensgefühls. Im musikalischen Bereich etwa die Zeit von Schütz bis Händel

Bässe (Baß), die tiefen Stimmen der Sänger z.B. Sarastro, Hunding (im Orchester die Instrumente in tiefen Lagen, z.B. Kontrabaß, tiefe Posaune usw.)

Baßbuffo Bezeichnung für ein spezielles Rollenfach. Sänger mit besonderer schauspielerischer Begabung (z.B. Leporello in Mozarts »Don Giovanni«)

Baßflöte  Blockflöte

Bassethorn  »Altklarinette«

Baßklarinette klingt eine Oktave tiefer als die übliche Klarinette. Sie hat also etwa die Lage des Fagotts, unterscheidet sich jedoch von diesem durch die Weichheit des Tones, der zuweilen auch etwas Unheimliches an sich hat

Basso continuo (ital. ununterbrochener Baß) die ununterbrochene instrumentale Baßstimme, die in der mehrstimmigen Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts als harmonische Grundlage für die teils freie Einfügung der übrigen Stimmen dient

Baßtrompete klingt etwa eine Oktave tiefer als die übliche Trompete. Ihr Klang hat entweder etwas unheimlich Gewalttätiges oder etwas wuchtig Anfeuerndes (Wagner, »Walkürenritt«)

Baßtuba  Die Baßtuba gehört zur Gruppe der sogenannten Bügelhörner. Als solches hat sie keine eigentliche Stürze, sondern ist verhältnismäßig weit gebaut und klingt daher dröhnend. Die Wagnersche Baßtuba (in F) verfügt zwar ungefähr über den gleichen Tonumfang, hat aber Hornstürze und Hornmundstück, und klingt deshalb edler, feierlicher

Beat (engl. Schlag) durchgehender rhythmischer Grundschlag, besonders im Jazz und in der Unterhaltungsmusik. Außerdem ein um 1960 in England enstandener Musikstil, der sowohl instrumental als auch vokal sein kann. Auf Musicals neueren Datums hat auch der Beat Einfluß ausgeübt

Becken tellerförmige Metallscheiben mit Ledergriffen. Zwei Becken werden aneinandergeschlagen und geben dann einen erregenden Schall (nicht Ton, sondern Geräusch). Man kann sie auch leise aneinander klirren lassen, wodurch ein unheimliches, reibendes Geräusch entsteht. Ursprünglich wurden Becken nur in der Militärmusik verwendet; allmählich haben sie dann ihren Einzug in Opern- und Sinfonieorchester gehalten

Belcanto Schöngesang, im Gegensatz etwa zu Ausdrucksgesang

Berceuse  Wiegenlied

Blechbläser  Hörner, Trompeten, Posaunen, Tuben

Blockflöte die Blockflöte wird in Familien gebaut (vom Sopranino bis zum Großbaß) in den Stimmungen c oder f. Der Tonumfang beträgt 2 Oktaven. In der Regel hat die aus Edelholz hergestellte Blockflöte acht Grifflöcher, die bei den großen Instrumenten (Tenor-, Baß- und Großbaßflöte) mit Klappen bedient werden. Nach großer Verbreitung in der Renaissance und im Barock erfreut sich die Blockflöte im 20. Jahrhundert wie der großer Beliebtheit, und viele zeitgenössische Komponisten widmen ihr wieder verstärkt ihre Aufmerksamkeit

Blues weltliches Lied der nordamerikanischen Farbigen, das häufig Geschichten aus deren Alltag zum Inhalt hat

Bohemien nach Lust und Laune lebender und schaffender Künstler oder Halbkünstler

Bolero  Spanischer Volkstanz im 3/4-Takt

Bordun Bezeichnung in der Musizierpraxis; ein ständig mitklingender tiefer Ton oder Klang; auch lang ausgehaltene Töne in unveränderlicher Tonhöhe

Bourree altfranzösischer Gesellschaftstanz aus der Auvergne im 3/4- oder 4/4 Takt

Bratsche etwas größer als die Geige und eine Quinte tiefer gestimmt als diese. Der Klang wirkt etwas

näselnd, aber nicht in negativem Sinne. Die Brat sche wird seit dem 16. Jahrhundert gebaut. Im

gesamten Streichkörper deckt sie die »Klang lücke« zwischen den hohen Geigen und den tiefen Celli. Als Einzelinstrument wird sie meist nur für besondere Anlässe verwendet (so als Trägerin des Verlockungsmotivs in der »Tannhäuser-Ouvertüre«); dann wirkt ihr Klang erregend oder auch trauervoll.

Bravour-Arie gesangstechnisch anspruchsvolle, virtuose Arie

Bühnenmusik die unmittelbar zu einer Bühnenhandlung gehörende Musik. Musik, die in der Oper, Operette, Musical, aber auch im Schauspiel auf, hinter oder vor der Bühne gespielt werden kann.

Buffo »spaßhaft«, Baßbuffo; z.B. Osmin, Beckmesser; Tenorbuffo z.B. Pedrillo (Mozarts »Entführung«), David (Wagners »Meistersinger«)

Burleske wörtlich: »die Spaßhafte«, scherzhafter Satz einer Komposition

 

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C

 

Cakewalk (engl. cake = Kuchen) Tanz der nordamerikanischen Farbigen, bei dem um einen

Kuchen als Preis getanzt wurde

Cancan schneller Tanz, der um 1840 in Paris in Mode

kam (auch enthalten in dem Musical »Cancan« von Cole Porter)

Cantabile  singbar, gesangsartig

Cantabilität  Sangbarkeit

Canzonetta  kleines Gesangsstück (-* auch Kanzone)

Capriccio  scherzoartiges Musikstück

Cavatine  — Kavatine

Celesta ein Stahlstabklavier von hellem, glöckchenartigem Klang. Es ist erst seit 1886 im Gebrauch. Beispiel: Überreichen der Rose im »Rosenkavalier«

Cello eigentlich Violincello (altertümlich: Kniegeige). Tiefes Streichinstrument, welches der Geige nachgebaut ist, aber beim Spiel auf den Boden gestellt und zwischen den Knien gehalten wird

Die endgültige Form hat es Mitte des 16. Jahrhunderts erhalten. Der edel-männliche Klang des Cellos entspricht im Streicherchor etwa der menschlichen Baritonstimme

Cembalo eigentlich »Clavicembalo«, ein Vorläufer des heutigen Klaviers. Die Saiten werden - durch Niederdrücken der Tasten (Claves) - nicht wie beim Klavier durch ein Hämmerchen angeschlagen, sondern mit einem Federkiel angerissen oder gezupft. Der dadurch entstehende feine Klang mischt sich besser mit dem Streicherklang in älteren Opern mit gesungenem Rezitativ, so

daß man heute zur Aufführung vorklassischer Werke wiederum das Cembalo benutzt

Chaconne ein altes Instrumentalwerk im 3/4-Takt, in dem ursprünglich ein höchstens achttaktiges Thema ständig wiederkehrte und immer neu umspielt wurde. Dann langsame Variationen solcher Art

Chanson aus dem französischen stammende Bezeichnung für einen »Schlager mit esprit«. Heute auch üblich für »Kabarettlied«

Charakterfächer  (Charaktersopran, -alt, -tenor, -bari-ton oder Charakterbaß) spezielles Rollenfach in der musikalischen Bühnenpraxis

Charakterstück im 19. Jahrhundert zu großer Bedeutung gelangtes, in knapper, übersichtlicher Form gehaltenes und häufig durch eine Überschrift inhaltlich charakterisiertes musikalisches Klavier- oder sonstiges Instrumentalstück

Chor Gruppe von Sängern. Man unterscheidet in ein- und mehrstimmigen Chor, ferner in Frauen-, Männer-, Kinder- und gemischten Chor in verschiedenen Stimmlagen

Choral  Kirchenlied

Choreographie im wörtlichen Sinne im 17. und 18. Jahrhundert Bezeichnung der Tanzschrift, der Notierung von Tänzen durch Schriftzeichen oder Symbole. Heute jedoch allgemeiner Begriff für die Gestaltung von Tänzen und Balletten

Chorus melodischer Refrain im Jazz und heute auch in der Unterhaltungsmusik gebräuchlich

Chromatik (von »chroma« = Farbe), streng genommen die Aufeinanderfolge von Tönen, die sich nur durch ein Versetzungszeichen unterscheiden. Dann aber auch allgemein eine Folge von Halbtönen

Coda  (ital. »Schwanz«), letzter Teil einer Komposition oder eines Tanzes (besonders im »Pas de deux«) Comedie en musique  die heitere französische Oper des 18. Jahrhunderts

Commedia in (per) musica die komische italienische Oper des 17. und 18. Jahrhunderts, in der die typischen Handlungen und Personen der volkstümlichen Stegreifkomödie (Commedia dell'arte) Verwendung fanden

Comodo  gemächlich

Con brio  mit Feuer, mit Schwung

Concerto Konzert (wörtlich: »Wettstreit«). Im allgemeinen Sinne: Aufführung von Musikwerken. Im engeren Sinne: Musikstück, für ein Soloinstrument (oder mehrere) mit Orchester; z.B. Klavier-, Cello-, Geigenkonzert

Concerto grosso eine alte Form orchestermäßigen Musizierens. Das Gesamtwerk zerfällt in mehrere Sätze (meist 3 bis 6), und die Sätze werden bestritten im Wechselspiel von Tutti (»Alle«) und einigen Einzelspielern (»Concertino« genannt)

Con moto  mit Bewegtheit

Con spirito  mit Geist, mit Witz

Continuo  eigentlich »Bas'so continuo«

Couplet liedartiger Gesang, bei dem mehrere Strophen auf die gleiche Melodie gesungen werden (wörtlich: gekoppelt)

Courante (Auch: Kurante) alter, lebhafter französischer Tanz in dreiteiligem Takt

Crescendo (ital. anwachsend) an Tonstärke zunehmend; das Gegenteil von decrescendo (an Tonstärke abnehmend)

Csardas ungarischer Nationaltanz im 2/4- oder 4/4-Takt, der nach einer ruhigen, getragenen Einleitung sehr lebhaft und leidenschaftlich getanzt wird

 

 

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D

 

da capo (ital. vom Kopf an) Spielanweisung, noch einmal vom Anfang an bis zu der mit dem Wort fine oder einer Fermate bezeichneten Stelle

Da-capo-Arie Arie in geschlossener, dreiteiliger Form (A-B-A), die Wiederholung wird nicht ausgeschrieben, sondern durch die Spielanweisung »da capo« vorgeschrieben

Decadence  Verfall, Auflösung

Dämpfer Vorrichtungen, durch die man den Klang der Streich-, Blas- und Schlaginstrumente abdämpfen kann

dedamando Spielanweisung, mit ausdrucksvollem, dem Wortakzent folgendem Vortrag, mehr gesprochen als gesungen

decrescendo an Tonstärke abnehmend; das Gegenteil von -»crescendo

Deklamation Sprechgesang; auch —> »declamando« und »Rezitativ«

Dialog Wechsel- oder Zwiegesang, auch der gesprochene Teil in einem musikalischen Bühnenwerk

Dialogoper -> Nummernoper

Diatonik eigentlich ein Weiterschreiten in Ganztönen. Dann die normale Folge in einer Tonleiter (z.B. ist h-c diatonisch, h-his dagegen chromatisch). Heute vielfach gebraucht für das tonale System

Dilettant ein ohne Fachausbildung sich künstlerisch oder musikalisch Betätigender

diminuendo  Nachlassen der Tonstärke, auch - »decrescendo« Dirigent  Orchesterleiter, etwa     vergleichbar mit dem Regisseur beim Schauspiel

Dirigierpartitur auch »große Partitur«, die Aufzeichnung aller gleichzeitig erklingenden Instrumental- und Gesangsstimmen bei einer Bühnenkomposition (oder bei einem sonstigen mehrstimmigen Musikwerk) in einer übereinander angeordneten Einteilung durch senkrecht durchlaufende Taktstriche gegliedert und für die werkgerechte Aufführung eines musikalischen Bühnenwerkes von großer Wichtigkeit

Diskant  Stimme in hoher Lage

Dissonanz »mißklingendes« Tönen (wörtlich: »Auseinanderklang«)

Divertimento  zur Unterhaltung bestimmte Musik aus der Zeit der Klassik (andere Bezeichnungen der gleichen Gattung: Cassation und Serenade)

Diviso  geteilt

dolce  (ital.) sanft, süß

dolorosa  (ital.) schmerzlich

Dominante (wörtlich: »die Herrschende«). Quinte einer Tonart (in C-Dur also g) und der aus der Quinte aufgebaute Akkord. Da er zur Haupttonart zurückführt, sie also »beherrscht«, nannte man diesen Akkord die Dominante

Doppelfuge Fuge, in der zwei Themen durchgeführt werden (nacheinander oder gleichzeitig)

dramatisches Fach ein zu den seriösen Rollenfächern zählendes lyrisch-dramatisches Fachgebiet für die verschiedenen Stimmlagen (z.B. dramatischer Sopran oder dramatischer Alt)

Dramaturg künstlerisch-literarischer Mitarbeiter beim Theater, der maßgeblich an der Programmplanung, Bühnenbearbeitung, Regiekonzeption usw. mitwirkt

Dramma per musica (auch: dramma in musica, dramma musicale) die ernste italienische Oper des 17. und 18. Jahrhunderts

Dramma sacro ein italienischer Operntyp mit geistlichem Inhalt, der im 17. und 18. Jahrhundert dort verbreitet war

Dreiklang Zusammenklang von drei Tönen, im allgemeinen für Dur und Moll gebraucht

due  (ital. zwei) a due, für zwei Spieler

Duo  Musikstück für zwei Stimmen oder Instrumente

Duett Gesang von zwei Stimmen in gleicher oder verschiedener Ton- und Klanglage

Duettino  kleines bzw. kurzes Duett Duole  zwei Noten von gleicher Dauer an Stelle dreier Noten von gleicher Gesamtdauer,

Dur vom lateinischen durus (»hart«), Tonart mit der großen Terz (c-e-g), hell und »hart« klingend, im Gegensatz zum Moll (von mollis, »weich«), der Tonart mit der kleinen Terz (c-es-g).

Durchführung in der Sinfonie derjenige Teil eines Satzes, in dem die zuvor aufgestellten Themen verarbeitet werden. In der Fuge heißt Durchführung das einmalige Durchlaufen des Themas durch alle Stimmen

durchkomponiert eine Bezeichnung für ein Opernwerk, in dem der musikalische Ablauf im Gegensatz zur »Nummernoper« nicht durch das gesprochene Wort unterbrochen wird

Dynamik die Lehre von den unterschiedlichen Abstufungen der Tonstärke in der Musik

dynamische Zeichen (dynamische Stufen), für bestimmte Teile eines musikalischen Werkes geltende und relativ aufeinander bezogene Klangstärkegrade, ausgehend von den Grundwerten piano p und forte /

 

ffff  fortissimo possibile = so stark, so laut wie möglich

fff  fortefortissimo = äußerst, stark, laut

ff   fortissimo = sehr stark, laut

f   forte = stark, laut, kräftig

mf  mezzoforte = mittelstark, ziemlich laut

mp   mezzopiano = ziemlich leise

p    piano = leise, sanft

pp   pianissimo = sehr leise

ppp  pianopianissimo = äußerst leise

pppp pianissimo quante possibile = so leise wie möglich

ppppp pianissimo quasi niente = fast unhörbar leise

 

Ein Kombination von forte und piano ist fortepiano mit der Bedeutung »sehr stark hervorgehoben und danach sogleich wieder leise«

 

 

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E

 

Ecksätze Außensätze, Rahmensätze. 'Bei einem viersätzigen Werk also der 1. und 4. Satz

Ecossaise schottischer Volkstanz im schnellen 3/2-oder3/4-Takt

Elegie ein Gesangs- oder Instrumentalstück mit wehmütig-klagendem Charakter

Elektromechanische Instrumente  gibt es in verschiedenen Arten. Mit ihrer Hilfe kann der Klang (besonders von Instrumenten) nachgeahmt, abgewandelt, denaturiert oder ergänzt werden

Elektronische Instrumente bringen Elektronen zum Schwingen (also nicht Materie wie menschliche Stimmen, Holz-, Blech- oder Saiteninstrumente) und zwar vermittels einer Elektronenröhre (erstmalig 1951). Diese Elektronenschwingungen müssen erst durch einen Lautsprecher überhaupt hörbar gemacht werden. Dadurch entstehen Geräusche und Klänge von nahezu unbegrenztem Ausmaß und kaum vorstellbarer Art

elektronische Musik eine Musik, die mit »Elektronischen Instumenten« produziert wird. Die Aufzeichnung dieser Musik geschieht in der Regel nicht durch die traditionelle Notenschrift, sondern mittels graphischer Zeichnungen

Energico  kraftvoll

Engführung Stimmführung, in der Themen und Gegenstimmen nicht nacheinander einsetzen, sondern ineinandergeschoben werden

Englischhorn  Alt-Oboe, Oboe in tieferer Tonlage (um eine Quinte tiefer). Ihr Klang verhält sich zu dem der Oboe wie der von Bratsche zu Geige.

Engstufig  ist ein Thema, wenn die einzelnen Schritte nicht weit ausgreifen, sondern eng, »kurz« sind

Ensemble geschlossenes Zusammensingen (oder -spielen) mehrerer Personen

Epilog Nachspiel, auch eine huldigende Schlußbetrachtung in der Oper und im Schauspiel

Eroica  »die Heldische«

espressivo  mit Ausdruck

Etüde  Übungsstück, Studie

Evergreen ein langlebiger Schlager, im Gegensatz zu einem Schlager, der schon nach kurzer Zeit vollständig in Vergessenheit gerät

Expressionismus etwa »Ausdruckskunst«. Musikalisch im engeren Sinne: Selbständiges Eigenleben der einzelnen Stimmen ohne Rücksicht auf »Harmonie« (auch »Atonalität«)

 

 

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F

 

Fagott Holzblasinstrument, das schon seit Jahrhunderten in Gebrauch ist. Als tiefes Füllinstrument tritt es wenig hervor. Dagegen wirkt es als Solo entweder erheiternd oder schüchtern. Der Klang ist tief und näselnd, zuweilen kollernd; dementsprechend wird das Fagott verwendet. Im Fortissimo wird der Klang zuweilen erregend.

Falsett Kopf- oder Fistelstimme, die bei männlichen Sängern in der Höhe über den normalen Stimmumfang hinausreicht und besonders von Tenören angewendet wird

Fandango spanischer Tanz und Tanzlied in mäßigem bis schnellem dreiteiligen Takt

Fanfare langes, ventilloses Blechblasinstrument. Auch kurzes Signal oder eine kurze Komposition (z.B. Jagdstück)

Fantasie thematisch frei gestaltete, improvisierte Instrumentalkomposition, ohne feste Form

fantasieren aus dem Stegreif musizieren (—> auch »improvisieren«)

Farce Bezeichnung für eine im 18. und 19. Jahrhundert entstandene kurze, meist einaktige komische Oper (auch »Opera buffa«)

Fermate Haltezeichen .Die unter diesem Zeichen stehende Note muß über ihren eigentlichen Wert hinaus ausgehalten werden

Fernsehoper eine Operngattung, die die speziellen technischen und künstlerischen Möglichkeiten des Fernsehens dramaturgisch verwertet und sich damit von den Bühnenfassungen eines Opernwerkes deutlich unterscheiden kann

Figuration  etwa »Rankenwerk«

Filieren den Ton beim Gesang ruhig ausströmen lassen

Finale  Schlußstück, meist auch Aktschluß

Fiorituren (ital. fiori = Blumen), die Verzierungen einer Gesangsmelodie

Flamenco Sammelbezeichnung für ein südspanisches, andalusisches, volkstümliches Tanzlied mit dramatischem Charakter

Flatterzunge eine besondere Art, auf Flöten, Klarinetten und Oboen eine schnelle Tonwiederholung zu erzielen

Flöte  das beim Musizieren quer gehaltene Holzblasinstrument ist ziemlich groß. Da die Flöte sehr leicht anspricht und ihr perlender Klang im allgemeinen unpersönlich wirkt, hat man sie die »Koloratursängerin des Orchesters« genannt. Aber in der Tiefenlage stehen ihr Töne zur Verfügung, die man zunächst kaum als »Flötentöne« erkennen wird: dunkel, gedeckt und unheimlich

Forlana (»Friauler«), ein der Gigue ähnlicher Tanzsatz

Forte  stark, kräftig

Fortissimo  sehr stark, sehr kräftig (-> Dynamik)

Foxtrott um 1910 in Nordamerika entstandener Gesellschaftstanz (schneller Foxtrott = Quickstep; langsamer Foxtrott = Slowfox)

Francaise Gesellschaftstanz des 19. Jahrhunderts, der aus Frankreich stammt und vorwiegend im 6/8-Takt steht

Fugato  fugenartige, aber nicht strenge Einsätze

Fuge mehrstimmiges Stück, in dem ein Thema von sämtlichen Stimmen in verschiedener Tonlage »nachahmend« durchgeführt wird

Fughette  kleine Fuge

 

 

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